Willkommen bei den Steinböcken

Bericht vom HoTaBO-Umzug

Die Steinbock-Zunft Taisersdorf e.V. veranstaltete am vergangenen Samstag, den 28.01.2023, anlässlich des 60. Geburtstags, den HoTaBO-Umzug in Taisersdorf.

Der Name HoTaBO steht für die Orte Hohenbodman, Taisersdorf, Billafingen und Owingen. Denn an dem HoTaBO-Umzug konnten alle Vereine/Gruppen aus der Gesamtgemeinde Owingen teilnehmen.

 

Mittags um 13:33 Uhr startete ein Empfang zum 60. Geburtstag der Steinbock-Zunft Taisersdorf e.V., mit geladenen Gästen in der Zunftstube in Taisersdorf. Zunftmeisterin Carina Lohr begrüßte die Ehrenzunftmeister, Ehren- und Gründungsmitglieder, den Bürgermeister, die Ortsvorsteherin und die Vertreter der einzelnen Vereine/Gruppen sehr herzlich.

 

 

Es wurden nicht nur Glückwünsche und Geschenke entgegengenommen, denn Rolf und Michael Schwab mit ihren Akkordeons sorgten für die passende Stimmung zwischendurch. Es wurde kräftig geklatscht, gesungen und geschunkelt. Zum Abschluss gab es noch ein leckeres Essen, sodass alle gestärkt zum HoTaBO-Umzug aufbrechen konnten.

 

Am Feuerwehrhaus tummelten sich derweil die vielen Umzugsteilnehmer.

Der HoTaBO-Umzug startete um 17 Uhr beim Feuerwehrhaus, ging die Dorfstraße entlang, über den Steinweg direkt zur Ringerhalle.

Die gastgebende Zunft führte mit ihrem Narrenpolizisten Niklas Steurer den Umzug an.

 

 

Im Anschluss kamen die Ringer des KSV Linzgau Taisersdorf, welche sich als Römer verkleidet hatten. Sie zogen einen kleinen Wagen, auf dem sich Cäsar (KSV-Vorstand Stephan Endres) mit seiner Kleopatra (Julia Huleja) den Umzugszuschauern präsentierten.

 

 

Im Anschluss folgten die Owinger Kindergärten St. Nikolaus und Guggenbühl mit Ihrem Ruf „Wie macht das Schaf?“ - „Mäh“.

Die Narrenzunft Nebelspalter e.V., der Musikverein Owingen e.V. und der BLHV Ortsverband Owingen sorgten dann für Abwechslung. Mit dem Narrenverein Trole aus Hohenbodman und den Hedos aus Herdwangen ging es weiter. Das Rathaus Owingen, die vielen Owinger Hexen und die Narrengesellschaft Billafingen waren auch mit dabei.

 

Vor der Ringerhalle war ein Zelt aufgebaut und in der Halle sorgte DJ Enable für passende Partymusik.

 

 

Es war ein gelungener HoTaBO und die Steinbock-Zunft Taisersdorf e.V. bedankt sich bei allen Teilnehmern.

Geschichte der Steinbock-Zunft Taisersdorf e.V.

  • 1963 Gründung
  • Fasnacht wird schon deutlich länger in Taisersdorf abgehalten. Seit dem Jahre 1908 gibt es Veranstaltungen. Auch Narreneltern und einen Narrenpolizisten gab es damals schon.
  • 1963 war die Seegfröre und die Männer konnten nicht im Wald arbeiten. Nachdem sie dann immer öfter und länger zusammen saßen, reifte die Idee einen Narrenverein zu gründen. Am 27.02.1963 fand die Gründungsversammlung des Narrenverein Steinböcke statt.
  • Der Steinbock wurde dem Ortswappen entnommen und bekam 1965 die ersten Steinbockmasken.
  • 1976 kam dann der Schwarze Jäger hinzu. Er stammt aus der Sage „Die Teufelsküche in der Linzer Aach“. Von diesem Häß gibt es seither drei Jägerpaare.
  • Zum 25. Jubiläum wurden dann 1988 die zwei Geißen mit der Geißenhüterin vorgestellt. Somit war die Sage mit ihren Darstellern komplett.
  • Mit der namentlichen Änderung im Jahre 1975 sind wir bis heute, die Steinbock-Zunft Taisersdorf e.V.

 

 

 

Sage:

Die Teufelsküche in der Linzer Aach

Zwischen dem Gailhöfler und dem Taisersdorfer Dobel, am Ausgang der Auwiese, liegt gegen den Wald hin die sogenannte Teufelsküche.

Eine arme Frau aus der Ortschaft Taisersdorf hütete allabendlich auf einer der Dobelwiesen ihre Ziegen, obwohl der Wiesenbesitzer ihr das streng verboten hatte. Deshalb nahm sich der Bauer vor, die Tiere einfach abzuschießen. Als nun eines Abends die Frau wieder ihre Geißen auf seinen Wiesen weidete, lauerte er in einem Gebüsch auf die günstige Gelegenheit, mit einem Schuß gleich zwei Tiere wegzuknallen. Er drückte ab, und sofort stürzte eine der Geißen zu Boden, aber zugleich fiel auch die Frau rücklings tot ins Gras. Das hatte der Bauer gewiß nicht gewollt. Angst und Gewissensbisse überfielen ihn, und so sprang er in den gerade hochgehenden Bach und ertränkte sich.

Kurze Zeit danach sahen Hirtenbuben jeden Abend nach dem Betläuten einen schwarzen Jäger mit einer feurigen Geiß die Aach entlang gehen und dann in der Tiefe des Waldes verschwinden.
Eines Abends wollte ein Mann aus der dortigen Gegend Wacholderreis zum Fleischräuchern an den Berghängen bei Taisersdorf holen und schlug dabei den Weg über die Auwiesen ein. Da hörte er aus der Richtung jener Unglücksstelle ein Geräusch, das sich anhörte, wie wenn man in einer Küche siedet oder brät. Zugleich sah er den schwarzen Jäger mit der feurigen Geiß am Ufer, aber als er näher kam, verschwanden beide in der Tiefe. Der Mann rannte eilends heim und wußte jetzt, daß die Hirtenbuben recht gesehen hatten. Die Leute aber erblickten in dem Jäger jenen Bauer, der ob seiner Missetat an der Frau umgehen und jede Nacht ein Opfer bringen mußte.

Noch vor hundert Jahren befand sich an einer alten Eiche bei der Unglücksstelle eine morsche Tafel mit dem Bild eines Bauern, der eine Flinte auf dem Rücken trug und eine Geiß an der Seite führte. Der Ort aber, wo sich solches zugetragen hatte, nannte man die Teufelsküche.